Coolsville

... das sind Elke Diepenbeck und Roland Kalus. Einfach nur Stimme und Gitarre. Ohne Netz und doppelten Boden!
Eigene Kompositionen, beseelte Instrumentals, originelle Cover und manchmal gesellt sich noch Elkes Melodika dazu.

Songs die wir lieben - sonst nix. Das können Cover sein wie z.B. Stevie Wonders "Is it magic" oder eine walzernde Ballade von Silje Nergaard. Dazu kommen Eigengewächse, mal mit Text, mal instrumental. Das ganze passt auf große Bühnen, zur Party in den Garten, genauso wie in die Kirche, aber auch in das kleinste Wohnzimmer. Dass dies funktiioniert, davon konnte man sich bereits beim Summer in the CIty Festival in Mainz und bei vielen intimen Konzerten im kleinen Rahmen überzeugen.

Coolsville spielten z.B. als Opener für Till Brönner, La BrassBanda und teilten die Bühne mit Clive Carroll, Michael Fix, Adam Rafferty und Paul O'Brien!

 

Soundbeispiele:


 1. Don't know why  (Norah Jones)  
 2. Billie Jean (Michael Jackson)  
 3. Lullaby to Erle (Silje Nergaard  
 4. If it's magic (Stevie Wonder)  

 

 

Presse

Coolsville bietet musikalische Feinkost im „Weingewölbe“ (Wormser Zeitung,10.09.2014)

Von Gernot Lahr-Mische

BERMERSHEIM - Ein Bild, wie aus den gängigen Zeitschriften, die das Landleben beschwören. Eine perfekte Idylle: Im Hof vor der großen Hochzeitsscheune stehen Stühle und Bänke, erstes Frühherbstlaub liegt auf dem Boden, unter den Tischen dösen zwei Hunde. Die Gäste sitzen entspannt an den Tischen unter mit grünen Lampions beschirmten Bäumen, genießen frisch zubereitete Spezialitäten eines mehrfach prämierten Kochs, trinken guten Wein und hören exquisite Musik.

Konzept geht auf

Das Konzept des bei dem legendären Paul Bocuse in die Lehre gegangenen Kochs Jean-Marie San Martin und seiner Frau Stefanie geht auch bei den drei Mal im Jahr stattfindenden „WonneJazz“-Veranstaltungen auf. Gutes Essen und erlesene Getränke, verbunden mit Musik, finden Zuspruch. Dass dabei die Musik des Duos „Coolsville“ im Restaurant „Weingewölbe“ in Bermersheim eher untermalenden Charakter hatte, tat der Atmosphäre keinen Abbruch, ist aber für die Musiker nicht ganz so einfach. Doch der professionelle Charme der Sängerin Elke Diepenbeck und des Gitarristen Roland Kalaus vermittelte trotzdem eine positive Ausstrahlung. Zumal das Duo „Coolsville“ handwerklich enorm versiert ist und beide selbst Inhaber einer Weinstube mit großer Livemusikauswahl sind, die sogenannte „Feinkunstbühne Kulturgut“ in Bechtolsheim.

Es besteht also ein Netzwerk und so kommt es, dass zur Trilogie vom Lachs oder Bandnudeln mit gebratenen Garnelen und anderen Gerichten Rickie Lee Jones, Sting oder Bonnie Raitt erklingt. Gitarre und Gesang im sonnendurchfluteten Hof, das hatte etwas. Elke Diepenbeck singt übrigens auch in anderen Projekten. Die klare, reine Stimme der studierten Sängerin kokettiert gerne mit Jazzphrasierungen, so entstehen gänzlich eigene Interpretationen innerhalb der wohlfeilen Songauswahl, bei der auch eine Sängerin wie Siljie Nergaard mit „Lullabye to Erle“ zu finden ist. Fast schon perfekt nuanciert, wie die schmale, enorm selbstsichere Vokalistin alle Hürden meistert und ihre Interpretationen zwischen Perfektion, Wärme und Verve eine gesunde Balance finden.

Daran beteiligt ist auch Rainer Kalus an der akustischen Gitarre, der mit seiner Frau in einen Dialog tritt, ihren Gesang fast schon impressionistisch unterstützt, sich dabei aber bewusst zurücknimmt. In seinen Solostücken kann der 54-Jährige dann die ganze Klangwelt seines Oeuvres präsentieren. Hier beweist er sich als exzellenter Covermusiker („Blue Moon“), aber auch seine Eigenkompositionen sind kleine Klangbilder, die die perfekte „Filmmusik“ für das beschauliche Ambiente waren.

Wären noch das spontane Geburtstagsständchen und der stimmungsvolle Einsatz einer alten Melodica zu erwähnen, die der Qualität des Duos fast noch mehr eine wehmütige statt „coole“ Note hinzusetzte.
Foto: pa/Balzarin